Fragen und Antworten

Warum sollte ich dem Vermieter eine Mieterselbstauskunft vorlegen?

Eine Mieterselbstauskunft hilft dem Vermieter Deine persönliche Lebens- und Einkommenssituation einzuschätzen. Die Vermieter möchte Mieter, welche sich die Miete leisten können sein. Die Warmmiete sollte z.B. nicht mehr als 65% Deines Nettoeinkommens betragen.

Ist die Abgabe einer Mieterselbstauskunft freiwillig?

Ja, die Abgabe einer Mieterselbstauskunft ist freiwillig. Verweigerst Du die Abgabe, könnte der Vermieter an jemanden anderen vermieten dessen persönliche und finanzielle Situation er durch eine Mieterselbstauskunft besser kennt.

Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die Mieterselbstauskunft?

Nein, es gibt kein Gesetz, welches den Mieter verpflichtet eine Mieterselbstauskunft abzugeben.

Wann sollte ich die Mieterselbstauskunft vorlegen?

Die Mieterselbstauskunft solltest Du am Tag der Wohnungsbesichtigung dem Vermieter, Makler oder der Hausverwaltung überreichen.

Welche Angaben darf die Mieterselbstauskunft enthalten?

Die Mieterselbstauskunft umfasst Deine persönliche Daten, Angaben zu Deinem aktuellen Mietverhältnis, zu Deinem Einkommen und Schulden. Der Vermieter darf nur Fragen stellen, die sich auf das Mietverhältnis beziehen. Alle Fragen dürfen den Mieter nicht in seinen Rechten verletzten (Grundsatz von Treu und Glauben, $242 BGB). Sollte der Vermieter Fragen stellen, die nicht direkt mit dem Mietverhältnis in Zusammenhang stehen (z.B. die Frage, ob Du einer Religion angehörst) darfst Du diese Frage falsch beantworten. Dir kann deswegen auch nicht wegen Falschauskunft nachträglich gekündigt werden. In unserem Online-Formular sind nur Fragen aufgeführt die der Vermieter stellen darf.

Welche Fragen sind in einer Mieterselbstauskunft nicht erlaubt?

Persönliche Fragen, die nicht direkt das Mietverhältnis betreffen sind nicht erlaubt. Dazu zählen:

  • Familienstand (ledig/verheiratet). Diese Frage gilt nach aktueller Rechtssprechung als privat und betrifft nicht direkt das Mietverhältnis.
  • Familienplanung
  • Mitgliedschaften in Parteien, Mietervereinen und Gewerkschaften
  • einer bestehenden Rechtsschutzversicherung
  • Nationalität oder ethnischer Zugehörigkeit
  • Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft. Ausgenommen der Vermieter ist selbst Repräsentant einer Religion z.b. Katholische Kirche als Vermieter
  • Hobbies oder Musikgeschmack
  • persönlichen Vorlieben (z.B. »Erhalten Sie oft Besuch?» »Feiern Sie gerne?«)
  • Krankheiten und Behinderungen
  • Vorstrafen oder laufende Ermittlungsverfahren
  • Detaillierte Angaben zu Einkommen und Schulden
  • Einkommensverhältnis von Angehörigen. Ausgenommen diese sind Mitmieter oder übernehmen eine Mietbürgschaft